Mitgliederversammlung 2026
Bei der Mitgliederversammlung des Ormesheimer Kultur- und Theatervereins (KTV) gab es für die
Vorstandschaft eine freudige Überraschung. Trotz subtropischer Sommerhitze hatten mehr als
dreißig Mitglieder den Weg ins Gasthaus Niederländer gefunden. Vielleicht waren es die
Tagesordnungspunkte „Sachstand Festsaal“ und „Neuwahlen“, die auf das große Interesse
stießen. Andreas Berresheim vom Vorstandsteam hatte eine Präsentation vorbereitet und
berichtete über die Vereinsaktivitäten. Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr. Acht
Kulturveranstaltungen vor jeweils ausverkauftem Haus stellen eine neue Bestmarke beim KTV
auf. Mit der Komödie „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ war die hauseigene Theatergruppe
viermal letzten Herbst erfolgreich unterwegs und es gab sogar von der Autorin des Stücks für die
Inszenierung ein großes Lob. Dann folgten zwei Fastnachtsschauen unter dem Motto „Ramba
Zamba und Radau auf der Faschingsinsel des KTV“. Darüber berichtete Caroline Schweitzer.
Dabei gab es über die gelungenen karnevalistischen Beiträge hinaus ein spezielles Highlight.
Peter Scheller, der am längsten amtierende Sitzungspräsident im Saarland, übergab sein Amt in
jüngere Hände an Massimo Uhrig. Sage und schreibe über vier Jahrzehnte lang leitete er
professionell und mit viel Humor die KTV-Sitzungen. Entsprechend emotional und mit
stehenden Ovationen verabschiedete das närrische Auditorium Scheller in den
karnevalistischen Ruhestand. Was für die Karnevalssparte gerade nochmal gutging, war für die
beliebte Kleinkunstveranstaltung „Café Noir“ der SuperGAU. Wenige Wochen vor den beiden
Veranstaltungsterminen stand wegen Baumängeln der Festsaal kurzfristig nicht mehr zur
Verfügung. Die Bauaufsicht gab zum aktuellen Zustand kein Okay mehr. Doppelt problematisch:
Wo so schnell eine Ersatzwirkungsstätte finden, wollte man das 40-jährige Jubiläum nicht
untergehen lassen. Und: Ziehen überhaupt die Künstler und Zuschauer mit? Nach der Devise:
Aufgeben iss nich‘! hatte das Café Noir-Team das Unmögliche möglich gemacht. „Asyl“ bekam
man in der St.Ingberter Stadthalle und so konnte das große Jubiläum mit dem Songpoeten
Stephan Sulke als Headliner würdevoll gefeiert werden. Dafür gab es von Cheforganisator Reiner
Pirrung an die mehr als üblich ackernde Helferschar ein besonders großes Dankeschööön! Er
trug danach kurz den Sachstand zur derzeit nicht verfügbaren Spielstätte zusammen, machte
aber wenig Hoffnung auf ein Zurück-zu-den-Wurzeln. Denn es wird – wenn überhaupt – nur in
abgespeckter Form mit maximal 199 Besuchern eine Zulassung geben. Zudem fehlen dann die
Garderoben und Umkleidemöglichkeiten inklusive Toilette. Auf einen Wiedereröffnungstermin
konnte sich die Gemeindeverwaltung bis dato noch nicht festlegen. Deswegen werden wohl die
Theateraufführungen und die Fastnachtsschauen in der kommenden Session ausfallen. Die
KleinkunstShow Café Noir steht auch noch auf wackeligen Füßen. Unter der
Versammlungsleitung des Ehrenvorsitzenden Walter Vogelgesang schritt man nach der
Entlastung der gesamten Vorstandschaft zu den obligatorischen Neuwahlen. Einstimmig
wiedergewählt wurde das Vorstandstriumvirat mit Sabrina Klein, Andreas Berresheim und Reiner
Pirrung. Ebenso Schriftführerin Madeleine Spindler. Einen Wechsel gab es an der Kasse. Annika
Pirrung übernahm das Amt von Benjamin Engelbert, der zuvor über eine gute Finanzlage
berichtet hatte. Die Mitglieder des erweiterten Vorstands wurden ebenso einstimmig gewählt.
Fazit des „heißen“ Abends: Mangels Veranstaltungsstätte liegt die eigentliche Kulturarbeit
des KTV derzeit auf Eis. Man will sich mit Krimi-Dinner und Beteiligung an
Faschingsveranstaltungen anderer Vereine über Wasser halten.
INFO: Vorstandsteam: Sabrina Klein, Andreas Berresheim, Reiner Pirrung, Schatzmeisterin
Annika Pirrung, Schriftführerin Madeleine Spindler, Spartenleitung Theater Silvia Bohr,
Spartenleitung Café Noir Reiner Pirrung. Beisitzer:innen:Karin Hennrich, Patrick Hennrich, Martin
Wahrheit, Nico Kettenbaum, Marco Santomero, Frank Hartmann, Franz Schmidt, Rosi Wandel,
Christoph Wandel, Gioia Berresheim. Kassenprüferinnen: Christel Klein, Eva Staut