Super-Gau für den KTV –
Ormesheim. Nun ist es also amtlich! Für den Saal Niederländer, der derzeit wegen Bau- und Brandschutzmängeln geschlossen ist, hat die Untere Bauaufsichtsbehörde (UBA) kurzfristig keine Freigabe erteilt, wie Bürgermeisterin Maria Vermeulen am Donnerstag den KTV-Vorständen telefonisch mitteilte. Ausgerechnet im Jahr des 40-jährigen Bestehens der Veranstaltungsreihe „Café Noir“ steht die angestammte Spielstätte in der Ormesheimer Ortsmitte nicht mehr zur Verfügung. Ob überhaupt die zweieinhalb Jahre bis zur geplanten Eröffnung der neu zu bauenden Kulturhalle noch was geht, ist offen. Das bedeutet, der Ormesheimer Kultur- und Theaterverein (KTV) muss mit „Sack und Pack“ zur Durchführung seiner renommierten KleinkunstShow „Café Noir“, die wie angekündigt am Freitag, 20. und Samstag, 21. März stattfinden, in die kulturtaugliche St. Ingberter Stadthalle umziehen. Dankenswerterweise gewährt das Kulturamt der Mittelstadt dem KTV „Asyl“.
Liederpoet Stephan Sulke singt über Uschi, Lotte und Ulla.
In einem ist sich Cheforganisator Reiner Pirrung auch in der neuen Spielstätte aber ganz sicher: Die Medikation für Kultur- und Kaffeesüchtige heißt „Café Noir“. Und er gewährt einen Blick in das jubiläumsbedingt üppige Programm. Dem KTV ist es gelungen, den großen, international bekannten Schweizer Songpoeten Stephan Sulke zu verpflichten. Dieser hat zugesagt, ein ausgiebiges Best of seines über 50-jährigen musikalischen Schaffens auf der Café Noir-Bühne zu präsentieren. Dazu gehören sowohl „Der Mann aus Russland“, „Du machst mir noch mein Herz kaputt“ als auch sein bekanntester Song „Uschi mach kein Quatsch“. Neben Headliner Sulke gibt sich Kabarettist Frank Sauer die Ehre. Der Wahlsaarländer bevölkert seit Jahren die zahlreichen bundesdeutschen Kleinkunstbühnen und liefert Ausschnitte aus seinem Programm „Adam und Eva hätten die Schlange besser mal gegrillt“. Sauers unnachahmliche Mischung aus Witz und Tiefgang blinzelt hier frech unter der Bettdecke hervor. Premiere hat der ehemalige Ormesheimer Autor Markus Vinzent. Er liest aus seinen beiden Romanbänden „Nicht alle Tage“ mit denen ihm eine imposante Seelenanalyse und zugleich eine Meditation über ein gutes Leben und gutes Sterben gelang. Premierenbewährt deshalb, weil sein Vortrag erstmals musikalisch am Flügel von seinen Kindern Charlotte und Cyril begleitet wird. Farbenfroh wie immer werden die Flamenco-Sequenzen von Daniela Lodani sein. Ihr zur Seite steht der Gitarrist Mario L’Ange. Weitere musikalische Highlights steuern das Duo „Stick & Reeds“, Instrumentals auf Chapman-Stick (Christian Konrad) und Saxofon (Cornell Wegmann), und die Formation „Heartbeat“ mit zeitgenössischen Unplugged-Songs bei. Karten gibt es wie erwähnt ab Samstag, 7. März, 9:00 Uhr über www.ticket-regional.de/KTV-Ormesheim oder die Vorverkaufsstellen, wie z.B. die Postfiliale Vogelgesang in Ormesheim oder der Erzgebirgsladen in Ommersheim.